Geschichte des Unternehmens
1842
Der Gründer Robert Schlumberger arbeitete in Reims (Frankreich) bei der ältesten Champagner-Kellerei Ruinart Père et Fils als Kellermeister, wo er sich binnen kurzer Zeit zum Produktionsleiter hochgearbeitet hatte. Nach seiner Eheschließung mit der Österreicherin Sophie Kirchner erfolgte die Übersiedlung nach Wien. Nach der Gründung des Hauses Schlumberger im Jahre 1842 begann er als Erster in Österreich mit der Champagnerproduktion.
"Eine Reihe von Versuchen mit österreichischen Weinen führten mich zur positiven Gewissheit, dass auch in Österreich die Möglichkeit geboten sei, moussierende Weine von solcher Vollkommenheit zu erzeugen, dass sie mit vollem Recht den in der Champagne erzeugten an die Seite gestellt werden können" (Robert Alwin Schlumberger, 1842). Nach und nach erwarb Schlumberger auch in Wien-Heiligenstadt mehrere nebeneinander liegende Keller. Diese sind heute das Herz der Schlumberger Wein- und Sektkellerei.
1845
Bereits ab 1845 wurde Schlumberger mit vielen Medaillen ausgezeichnet. „Schlumberger Champagner" avancierte zum Lieblingsgetränk der Wiener Gesellschaft und Schlumberger wurde zum K & K Hoflieferant ernannt. Sichtbares Zeichen für den Erfolg des Hauses Schlumberger war die Erhebung des Firmengründers in den erblichen Adelsstand als „Edler von Goldeck".
1862
Anlässlich der Weltausstellung in London wurde der „Vöslauer Schaumwein", den Schlumberger inzwischen „Sparkling Vöslauer" nannte, für würdig befunden, auf die Weinkarte der Königin Victoria von England gesetzt zu werden.
1919
Aufgrund des Friedensvertrags von Saint-Germain durfte „Schlumberger Champagner" nicht mehr länger so bezeichnete werden. Die Methode und Verarbeitung der heimischen Trauben blieb aber bis heute.
1973
Über vier Generationen von der Gründerfamilie geführt, wird Schlumberger vom kinderlose Dr. Robert Schlumberger an das Haus Underberg übergeben. Das Wiener Traditionsunternehmen wird Teil des bekannten Underberg-Familienunternehmens. Dadurch ist auch für die kommenden Generationen gesichert, dass Schlumberger ausschließlich aus österreichischen Trauben streng nach der „Méthode Traditionnelle" erzeugt wird.
1986
Das Familienunternehmen Underberg bringt Schlumberger an die Wiener Börse.
1994
Ein schon bei der Traube beginnendes, umfassendes Qualitätsmanagementsystem führt dazu, dass Schlumberger als erste Sektkellerei im deutschsprachigen Raum bereits 1994 ISO9001 zertifiziert wird.
2005
Aufhebung der Schaumweinsteuer in Österreich.
2007
Innovationen machen den Markt. Schlumberger WHITE Secco wird erfolgreich eingeführt. Als Innovation des Jahres bietet WHITE Secco einen einzigartig leicht-prickelnden, fruchtig frischen Genuss als österreichische Antwort auf Prosecco.
2008
Schlumberger GOLD erobert den größten Teilbereich im Schaumweinmarkt, das Trocken-Segment.
2009
Schlumberger verkauft die Vertriebstochter appelt GmbH & Co KG und verstärkt damit den Fokus auf die Kernkompetenzen. Dieser eingeschlagene Weg wird auch mit dem Kauf der Hochriegl Sektkellerei in diesem Jahr verstärkt.
2010
Schlumberger verstärkt sein Bekenntnis zu Österreich als Produktionsstandort und ruft die Initiative „Die Österreichische Antwort" ins Leben. Der 22. Oktober wird zum "Tag des Österreichischen Sekts" ausgerufen.
2011
Der erfolgreiche Innovationskurs setzt sich fort. Schlumberger Rosé Secco kommt auf den Markt. Ein völlig neues Feld - jenes des alkoholreduzierten Frizzante - wird mit Hochriegl Frizzante 8 erschlossen. Voll-fruchtiger Geschmack bei nur 8,5% vol.
Neben dem Sektgeschäft ist die Produktion, Vermarktung und Vertrieb von Bittergetränke ein Kernbereich des Unternehmens. Mit der Übernahme der Marke SENS wird diese Kompetenz auch auf den alkoholfreien Bittergetränkemarkt ausgedehnt.