Unternehmensmeldung zum Geschäftsjahr 2012/2013

Schlumberger-Gruppe setzt auf nachhaltige Unternehmensentwicklung

Wien, 03. Juli 2013

Die Schlumberger Unternehmensgruppe zieht für das Geschäftsjahr 2012/2013 ein positives Resümee. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen steigerte die Unternehmensgruppe mit durchschnittlich 223 MitarbeiternInnen ihr Betriebsergebnis - nach leichtem Rückgang im Vorjahr - auf 4,4 Mio. EUR. Der Umsatz blieb mit 209,9 Mio. EUR stabil. Verantwortlich für das Wachstum war vor allem die positive Entwicklung am österreichischen Markt, getragen durch das nachhaltige Bekenntnis zu österreichischer Herkunft und die Innovationskraft der Eigenmarken. Die erfolgreiche Abspaltung des Kräuterspirituosengeschäfts in die neu gegründete Gurktaler AG verstärkt den zukünftigen Fokus auf die beiden Kernkompetenzen Schaumwein und Kräuterspirituosen.

Ergebnisplus trotz herausfordernder Umstände

Drastisch gestiegene Weinpreise, die zunehmende Preissensibilität beim Konsumenten und stagnierende Märkte sorgten für herausfordernde Umstände im Geschäftsjahr 2012/13. Ungeachtet dessen konnte Schlumberger den Betriebserfolg (EBIT) leicht steigern und das Ergebnis auf 4,4 Mio. EUR erhöhen, im Vergleich zu 4,3 Mio. EUR im Vorjahr. Das gesteigerte Betriebsergebnis ist auf das starke Ergebniswachstum in Österreich zurückzuführen. Im wichtigsten Kernmarkt konnte Schlumberger 2012/13 ein hervorragendes Plus von 17,6% auf 2,5 Mio. EUR nach 2,1 Mio. EUR in 2011/12 bzw. 1,9 Mio. EUR in 2010/11 erreichen.

 

Umsatzentwicklung stabil

Die Schlumberger Unternehmensgruppe erwirtschaftete mit durchschnittlich 223 MitarbeiterInnen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 einen Umsatz in der Höhe von 209,9 Mio. EUR. Bereinigt um einen einmaligen Entkonsolidierungseffekt in Deutschland, konnte ein stabiler Umsatz auf Vorjahresniveau (-0,4%) erreicht werden.

 

Eduard Kranebitter, Vorstandsvorsitzender der Schlumberger AG, dazu: „Das ungebrochene Bekenntnis zu Österreich und die Konzentration auf unsere Kernkompetenzen geben seit Jahren die Richtung bei Schlumberger vor. Die nachhaltige Unternehmensentwicklung zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir blicken mit Stolz auf ein herausforderndes Geschäftsjahr zurück, in dem es uns trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gelungen ist das Unternehmen sehr gut auf die Anforderungen der Zukunft auszurichten. Erfreulich ist neben der positiven Entwicklung am österreichischen Markt vor allem, dass Schlumberger im abgelaufenen Jahr sein Betriebsergebnis auch gesamt gesehen nach leichtem Rückgang im Vorjahr wieder steigern konnte.“

 

Starke Eigenmarken - Innovationskraft und Ausbau der Kräuterkompetenz

Insgesamt konnte das hohe Umsatzniveau des Vorjahres bei den Eigenmarken gehalten werden. Die Erfolgsmarke Schlumberger konnte im Vergleich zu 2011/12 neuerlich leicht wachsen (+2%), bei Hochriegl gab es vor allem im Frizzante-Segment mit einem Umsatzwachstum von 10% eine erfreuliche Entwicklung. Nach zahlreichen Innovationen der letzten Jahre, die erfolgreich in Handel und Gastronomie etabliert wurden, konnte man erstmals auch mit Line Extensions bei den Marken Schlumberger (Schlumberger-Pralinen in Kooperation mit der Firma Lindt und der Wiener Traditionsmarke Hofbauer) und Gurktaler (Kräutersenf & Kräuterbonbons) punkten.

 

Durch den Kauf der Marke Leibwächter, eine stabile und viel versprechende Marke am Kräuterbittermarkt, konnte das Unternehmen auch den Bereich der Kräuterspirituosen rund um die Marken Gurktaler und Rossbacher weiter ausbauen. Im Bereich der Vertriebsmarken wurde die Premiumisierung des Sortiments mit der Erweiterung um neue, international bekannte Top-Marken wie Evan Williams, weltweite Nummer Zwei bei der Herstellung von Bourbon Whisky fortgesetzt.

 

Jede dritte Flasche Schlumberger geht ins Ausland

Als Botschafter Österreichs exportiert Schlumberger aktuell in rund 30 verschiedene Länder. Mit einer Ergebnissteigerung von 17% im Vergleich zum Vorjahr entwickelte sich das Exportgeschäft im Geschäftsjahr 2012/13 positiv, rund jede dritte Flasche Schlumberger wurde ins Ausland exportiert. Ein leichter Umsatzrückgang ist auf die Preissensibilität am für Schlumberger wichtigen Exportmarkt Deutschland zurückzuführen. In den Niederlanden konnte trotz schwieriger Marktbedingungen der Absatz stabil gehalten werden, und in der Schweiz wuchs der Exportanteil erneut im zweistelligen Bereich.

 

Im weiteren Ausbau der Exporttätigkeit sieht Schlumberger einen strategischen Fokus für zukünftiges Wachstum der Marke. Vor allem der deutsche Markt bietet mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 4,1 Litern Schaumwein großes Wachstumspotenzial. Der seit kurzem als Schlumberger-Testimonial gewonnene, sympathische Fernsehkoch Johann Lafer soll wesentlich zu einer positiven Entwicklung der Marke Schlumberger in Deutschland beitragen.

 

Neben Schlumberger entwickelte sich auch die Marke Gurktaler in den letzten Jahren zu einem äußerst beliebten österreichischen Exportartikel. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte Gurktaler den Umsatz im Ausland um knapp ein Drittel steigern.

 

Vermögens- und Kapitalstruktur - Ausschüttungsquote

Die Eigenmittel zum Bilanzstichtag 31. März 2013 betrugen 24,5 Mio. EUR nach 50,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2011/2012. Dabei ist der Abgang von Beteiligungen an Firmen und Markenrechten durch die verhältniswahrende Abspaltung des Kräuterspirituosengeschäfts und dem damit verbundenen Wechsel der Markenwerte und Beteilgungen von der Schlumberger AG in die Gurktaler AG zu berücksichtigen. Die Eigenmittelquote beträgt somit 22,1 % nach 37,2% im Vorjahr. Schlumberger verfügt damit weiterhin über eine solide Eigenmittelausstattung.

Der Vorstand wird daher der Hauptversammlung am 4. September 2013 für das Geschäftsjahr 2012/2013 eine Dividende von 0,58 EUR je bezugsberechtigte Vorzugs- bzw. Stammaktie vorschlagen. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von rund 8 % des Grundkapitals bzw. einer Dividendenrendite zum Bilanzstichtag von 3,3 % auf die Stammaktie und 5,2 % auf die Vorzugsaktie. Bei dieser Renditebetrachtung ist zudem die Dividende der Gurktaler AG, die ihr Vorstand der Hauptversammlung in Höhe von 0,08 EUR vorschlagen wird, zu berücksichtigen. Aktionäre der Schlumberger AG, die seit der verhältniswahrenden Abspaltung und Börsennotiz der Gurktaler AG am 8. Februar 2013 die ihnen zugeteilten Gurktaler Aktien gehalten haben, werden gemäß des Vorschlags der Vorstandsgremien in Summe Dividenden in Höhe von 0,66 EUR erhalten. Damit wird das Niveau des Vorjahres von 0,73 EUR leicht unterschritten, aber dennoch eine überaus attraktive Aktienrendite erzielt.

 

Ausblick auf 2013/2014

Angesichts der anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Unsicherheit in der Eurozone und verhaltener Wirtschaftsprognosen – erst Anfang Juni 2013 wurden die Aussichten für Österreichs Wirtschaftswachstum nach unten revidiert – wird für das Geschäftsjahr 2013/2014 ein wiederholt herausforderndes Umfeld erwartet. Neben der prognostizierten sinkenden bzw. stagnierenden Wirtschaftsleistung in mehreren europäischen Staaten sorgen weitere Belastungspakete auf der Konsumseite für getrübte Wachstumserwartungen. Nach der schlechten Weinernte im Jahr 2012 und der damit einhergehenden enormen Preissteigerungen für Grundweine ist für 2013 aufgrund der bisherigen klimatischen Entwicklungen eine Ernte zu erwarten, die den Bedarf an österreichischen Weinen decken sollte.

 

Schlumberger wird auch im Geschäftsjahr 2013/2014 ein Hauptaugenmerk auf österreichische Herkunft und Qualität legen. Dieses Bekenntnis ist eine der Grundvoraussetzungen für das nachhaltige Handeln des Unternehmens. In Österreich erwartet die Unternehmensführung nach den Preiserhöhungen im vergangenen Jahr nun wieder ein Wachstum bei Sekt und bestimmten wichtigen Spirituosensegmenten. Gerade im Premiumsegment besteht durch gestiegene Konsumentenbedürfnisse bei Nachhaltigkeit und Qualität großes Potenzial für das Markenportfolio von Schlumberger.

 

Eduard Kranebitter dazu: „Als traditionsreiches und langfristig denkendes Unternehmen sehen wir zahlreiche Chancen, die sich durch nachhaltige Werte wie Qualität, Herkunft und Innovationskraft langfristig ergeben. Ein zentraler Fokus liegt sicherlich auf dem Ausbau unserer Eigenmarkenanteile sowie der weiteren Konzentration auf die Kernkompetenzen Schaumwein und Kräuterspirituosen. In Summe erwarten wir eine Umsatz- und Ertragsentwicklung, die an die erfolgreiche Entwicklung der Vorjahre anschließen wird. Für die Herausforderungen der nächsten Jahre sind wir aufgrund unseres Markenkapitals, einer soliden Unternehmensstruktur und eines innovationsstarken, erfahrenen Teams bestens gerüstet.“



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